Bernd Rose
VITA- geb. 1942 in Olmütz
- 1962 – 1967 Studium an der HfbK in Hamburg, u.a. bei Richard Lindner und Rudolf Hausner
- 1970 – 1984 Kunsterzieher am Insel-Gymnasium in Burg auf Fehmarn
- 1983 Stipendium der Kunststiftung der Universität von Amsterdam
- 1984 – 2005 Kunsterzieher am Johanneum zu Lübeck
- 1972 „ ...sonst ist alles in Ordnung“, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloss Gottorf, Schleswig
- 1977 Galerie Stekhoven im Haus mit den blauen Fenstern
- 1982 „Land“ Brunswiker Pavillon, Kiel
- 1983 „Milieuproblemen, Mens en Water“ Goethe-Institut Rotterdam
- 1986 „Herrenwyk“, St. Marien zu Lübeck
- 1990 Künstlerzentrum Lübeck, zusammen mit Heide Rose-Segebrecht
- 1991 Galerie Metta Linde, Lübeck
- 2001-2006 Ateliergalerie „ROSE 23“ in der Engelsgrube, Lübeck
- 2011 Galerie Stewner, Lübeck
„Zeichnen heißt Sehen. Man kann nur das zeichnen, was man sieht. Das kann das wirklich Gegenständliche vor einem sein, es kann sich aber auch in der Erinnerung, in der Vorstellung oder im Traum befinden.“
„Will man sein Zeichnen verbessern oder verändern, muss man sein Sehen verändern.“
„Für die Kunst ist das alltägliche Sehen unbrauchbar. Deshalb sollten wir die Dinge solange geduldig betrachten, bis sie alles ablegen, was sie durch die Konvention angehängt bekommen haben.“
Bernd Roses Werk ist durch einen steten, suchenden Wechsel der formalen Mittel und stilistischen Vielfalt gekennzeichnet.
Neben den Capricci, die nur selten ihren gegenständlichen Anlass und Bezug freigeben, setzt er sich immer wieder mit der sichtbaren Wirklichkeit auseinander, indem er sich in sie versenkt und mittels einer sehr realistischen Bildsprache neu aufscheinen lässt. Porträts und Stillleben sind hier die bevorzugten Genres, die begleitet werden von Sach- und Naturstudien in den mit Ausdauer und Leidenschaft geführten Skizzenbüchern.
Während die gegenständlichen Arbeiten von Planung und Kontemplation bestimmt sind, zeichnen sich die Capricci durch spontanes Agieren und impulsives Verändern aus, wobei mit Geduld gewartet werden muss, was denn an die Oberfläche drängt. Im besten Fall fällt einem das Bild als überraschendes Geschenk zu, im anderen schenkt man es dem Papierkorb.
Capriccio 1.6.1120 x 20 cm
